In Drei Schritten Zur Ersten Marke

Kylie Jenner hat es getan, Millie Bobby Brown hat es getan und jenste Social Media Influencer auch: Sie haben alle eine eigene Marke gegründet! Doch wie geht man genau vor, wenn man keine Millionen auf dem Konto hat? Welche Produkte bestimmt man? Hier gibt es die ersten, wichtigen Tipps für den Anfang und was das alles mit Athena zu tun hat.

Die Brand-Strategie: Ein Begriff mit vielen Definitionen. Sie dient dazu, festzulegen wer man ist und dient als Stütze, das Richtige zu kommunizieren. Unterteilt werden hier der Kern der Marke, die Botschaft der Marke und das Visuelle der Marke.

Hier sind die wichtigsten Schritte anhand unserer neu entwickelten Kosmetikmarke Ambrosia erklärt.

Schritt 1: Wer sind wir? Das Herz der Marke.

Für den ersten Schritt gilt es sich selbst kritische Fragen zu stellen. Wer? Was? Wie?
Wer wollen wir sein und welche Werte wollen wir nach aussen vermitteln?  Und wie führen wir diese Erkenntnisse aus?
Für diese Fragen gilt es aktives Brainstorming und Sekundärforschung zu betreiben. Sei es über Pinterest, Webseiten von bestehenden Marken mit vorbildlichen Eigenschaften. Daten können anhand von MindMaps gesammelt und erweitert werden.

Unterteilt wird hier in am Beispiel von «Ambrosia» in folgende Elemente:

  • Zweck: Geschichte durch Make-Up zu erzählen, die es so nicht gibt.
  • Vision: Bedachter mit Make-Up umzugehen und niemanden auszuschliessen
  • Mission: «Schönheit ist nicht nur Oberflächlich, wir tragen dazu bei Nachdenken anzuregen»
  • Werte: Nachhaltigkeit und Toleranz

Die Elemente sind für den internen Gebrauch gedacht, können aber als Leitrichtung für spätere externe Kommunikationstätigkeiten genutzt werden. Sie helfen, falls man noch keinen Markennamen besitzt, einen zu finden.

Ambrosia stammt vom Wort «Unsterblichkeit» und galt als das Essen oder Trinken der Götter im antiken Griechenland. Ambrosia steht für die Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der geplanten Produkte.

Schritt 2: Botschaft bilden

Vor dem Visuellen steht erst mal die Botschaft, die man mit seinen ganzen visuellen Mitteln kommunizieren möchte. Deshalb ist dieser Schritt wichtig. Für die richtige Botschaft braucht es erst die richtige Tonalität. Im Beispiel von Ambrosia wird positiv, kräftig und nachhaltig kommuniziert. Ein guter Tipp ist es daran zu denken, welche Emotionen man bei Mitarbeitern und Kunden hinterlassen möchte!

Die Botschaft teilt das Nutzerversprechen mit, kann auch das gleiche wie die Tagline (I’m lovin’ it – McDonalds) sein.

Ambrosia – Beauty isn’t superficial & Nektar of The Gods

Schritt 3: Let’s get visual!

Die visuellen, essentiellen Markenelemente sind:

  • Ein Logo
  • Schriftarten
  • Farben
  • Bildsprache

Gerade für das Logo sollte man sich Zeit lassen und verschiedene Versionen ausprobieren. Je nach dem auf welchem Medium man gerade als Marke kommuniziert. Ein einheitliches Bild verlangt alles in einem Stylesheet festzuhalten.

Das Logo hier ein Kopf mit einem Ambrosiazweig und erdige Farben, welche an die typischen antiken Marmorstatuen erinnern sollen:

Zusätzlich sollte man via Moodboards eine Bilderwelt für die Marke gestalten. Für Ambrosia werden passend griechische Statuen, Gemälde, Elemente des Antiken Griechenlands für die Bildsprache gewählt.

Produkt

Das erste Produkt: Es soll gut durchdacht sein, die Werte der Marke wiederspiegeln und natürlich Kunden ansprechen. Die Lidschatten Palette widmet sich ganz der griechischen Göttin Athena. Das Innere der Palette ziert das Parthenon, der Tempel in Athen, welcher der Stadtgöttin gewidmet wurde. Ein lehrreicher Text zu den Mythen der Göttin befindet sich unterhalb des Spiegels. Die Lidschattenfarben findet man in einem ausziehbaren Fach, im Inneren der Palette. Die Farben wurden ganz auf Athena abgestimmt und nach deren Mythen und Symbolen benannt.

 

Website

Die Geschichte einer Marke genauer zu erzählen, kann sich oft als schwierig erweisen. Für die Hintergrundgeschichte und Visuals von Ambrosia haben wir eine Brand-Website erstellt, die du HIER ansehen kannst.

Fazit

Das sind nur die ersten, groben Schritte in Richtung Branding. Für jeden Schritt kann man noch tiefer und genauer gehen. Diese drei Schritte helfen jedoch mal einen Start zu finden, sodass man auch ohne finanzielle Mittel eine Idee ins Leben rufen kann.

(bae)

Kritik
von Viktoria Stanojevic und Sejla Husic

Ideendfindung:

Wir beide mögen Make-Up und kamen ins Gespräch nach dem das Video von Shane Dawson online ging. Wie cool wäre es eine Palette zu gestalten, die von Huda Beauty & Co. heraussticht (wir können gut verstehen, wenn ihr da jetzt nur Bahnhof versteht - deshalb die Verlinkungen). Wir empfanden, dass die allermeisten Brands nur dem Trend nachgehen und es ihnen einzig um Umsätze geht. Dabei könnte man so tolle Geschichten, durch die Kunstform des Make-Ups erzählen. Für uns beide ist Make-Up viel mehr als nur "hübsch" auszusehen, sondern eine Art sich gestalterisch auszuleben.

Da wir keinen Beauty Guru Millionär als Bekannten haben, aber dennoch von einer eigenen Lidschattenpalette begeistert waren, überlegten wir uns das als Digezz Projekt zu nehmen. Nach einem Call mit Thomas war die Idee dann geboren: Durch unsere eigene Make-Up Marke die besten Tipps zum Branding einfach zugänglich zu machen. Eine Art einfachen Leitfaden für die ersten Schritte, eine eigene Mark aus dem Nichts zu erschaffen.

Recherche

Es gibt unzählige Seiten mit Branding Guidelines, Tipps und Tricks - die meisten handeln aber von den Marketingaspekten. Teilweise sind Informationen verschieden gewichtet, was es einem schwer macht nach zu kommen. Zusätzlich hatten wir durch Corporate Communication genug Lehrmaterialien mit Modellen und Schritten eine eigene Marke zu bilden. So suchten wir die für uns wichtigsten ersten Schritte heraus, die wir auch für die Leser als verständlich empfanden.

Die andere Seite war es simultan zu unserem Leitfaden die Thematik unserer Marke zu definieren. Wir beide spielen in unserer Freizeit Videogames, was uns zu ersten Brainstormings brachte die Themen von "The Witcher" oder "Assassins Creed Odyssee" in die Kosmetik Welt aufzunehmen. So blieben wir recht schnell beide auf dem Antiken Griechenland hängen.

Konzept

Unsere ersten Ideen zum Antiken Griechenland liefen ebenfalls nach den Branding Schritten im Beitrag ab. Hierbei fanden wir heraus, dass es zB. eine Medusa Palette schon gibt. Unsere Brandingprodukte sollten folgende werden: Eine Website über die Marke "Ambrosia", Eine erste Produktidee = Athena Lidschattenpalette und Branding-Stylesheet unserer Marke. Ursprünglich wollten wir noch ein Fotoshooting von uns zusammen mit Schminkbeispielen machen, doch dank Corona blieb uns das verwehrt. Unsere Marke sollte die richtigen Botschaften vermitteln und Bildung mit Kunst verbinden. Da wir uns physisch nicht treffen konnten, wurden die Aufgaben verteilt.

Visuals & Branding (Sejla) Vorgehen:

Nach der ersten Brainstorming-Session ging es ran ans entwerfen unseres Corporate Designs und des ersten Produkts unserer imaginären Kollektion. Es wurden mehrere Skizzen gefertigt und wir haben uns schlussendlich für ein Design entschieden, welches dann weiter ausgebaut wurde.

Das erste Produkt unserer Linie soll sich ganz der Göttin Athena widmen. Im Inneren der Palette befindet sich das Parthenon und ein Text zur Göttin selbst. Die Lidschattenfarben befinden sich in einem ausziehbaren Fach in der Palette und wurden nach Symbolen und Geschichten rund um Athena benannt.

Website & Branding-Schritte (Viktoria) Vorgehen:

Corporate Communication liegt mir sehr am Herzen. Deshalb haben wir erst zusammen beschlossen, welche Tipps am Besten Sinn auch für Laien machen würden. Es hat einige Zeit gebraucht, diese zu filtern. Also war es wirklich nicht nur abschreiben einiger Tipps sondern aktives Mitdenken was nun Sinn macht und effektiv ist.

Das Website Mockup von Sejla versuchte ich so gut wie möglich wiederzugeben. Wir habenbeide beschlossen passend zu der Marke unsere Website eher simpel zu gestalten.

Deshalb beschloss ich nur mit HTML & CSS zu arbeiten. Von Grund auf zu coden hatte ich länger nicht mehr gemacht. Ich habe erst mal einige Stunden wieder gebraucht reinzukommen. Ausser dem Navigationsmenü hab ich es tatsächlich alleine geschafft die Seite zum laufen zu bringen. Insgesamt ging es fast 3 Tage aufgrund einiger Errors.

 

Fazit

Die Guideline zu schreiben war nicht so einfach, wie anfangs gedacht. Wir hatten etwas unterschätzt, wie schwer es ist Informationen so zu filtern, sodass sie immer noch Sinn ergeben. Eine eigene Marke mit einem Produkt zu erschaffen, war dann schon aufregender aber auf jeden Fall am zeitintensivsten. Für die Zukunft würde ich doch noch bisschen hinter der Website sitzen, da sie noch einige Unzufriedenheiten aufweist. Es hat uns beiden sehr Spass gemacht das Projekt durchzuführen und auch untereinander harmonierten wir sehr gut, da wir sehr ähnlich denken.

Wie allen, die dieses Semestern ein Projekt auf die Beine stellen wollten, hat auch uns COVID-19 in vielerlei Hinsicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jeder Prozess hat sich etwas länger verzögert, da der Zwischenstand besprochen werden musste, sich aber niemand treffen konnte. Wir wollten ursprünglich die Webseite noch weiter ausbauen und Fotoshootings organisieren um einen Mockup Online Shop zu erstellen. Da dies leider nicht möglich war, haben wir uns für eine Branding-Webseite entschieden, die in Kürze zusammenfasst, wer wir sind und wie unsere erste Kollektion aussieht.
Zusätzlich hatten wir mit längeren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, was wir zukünftig beim Timemanagement miteinberechnen sollten.

Wir hoffen, dass die Leser motiviert sind, falls sie ebenfalls mal eine Produktidee haben, sie einfach mal zum Leben zu erwecken.

Endprodukte:

  • Branding Schritte
  • Eigene Brand Guideline
  • Brand Website
  • Ein Produkt

Wer weiss, vielleicht schaffen wir es, die Palette mal zum Leben erwecken zu lassen!

 

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