The Art Of Norway – Timelapse video

Ich liebe es zu Reisen. Ich liebe die Natur und das Gefühl einen Ort oder Moment festzuhalten, den nicht Jeder erlebt hat. Dieses Timelapse Video entstand während meiner Reise durch Norwegen im vergangenen Sommer.

Erfahrungsbericht

Auf meiner Reise entstanden tonnenweise Fotos. Wenn die Zeit gereicht hat, habe ich die Kamera zwischendurch für eine Stunde stehen gelassen und Timelapse (Zeitraffer) Fotos aufgenommen. Da es im Norden Norwegens im Sommer fast nie dunkel wird, ist die spannenste Zeit zwischen zwei und vier Uhr morgens. Was bedeutete, dass ich zwischen 1 und 5 Uhr morgens meistens wach war. Interessanterweise braucht man bei 20 Stunden Tageslicht auch viel weniger Schlaf wie sonst.

Insgesamt hatte ich 25 Kilo Gepäck dabei. Eigentlich zu viel, um zu Fuss unterwegs zu sein. Also bin ich meistens von Ort zu Ort per Bus, Flugzeug oder stöppelnd, was nicht sehr oft funktionierte. Einmal habe ich vier Stunden am Strassenrand gewartet. Ich habe viele Leute kennengelernt und viel über Outdoor gelernt, sodass ich das nächste Mal maximal 15 Kilo dabei haben werde. Das Stativ hätte ich jedoch nie zuhause gelassen. Gerade für Timelapse aufnahmen ist ein leichtes Stativ Goldwert. Glücklicherweise hat es in den Tagen, wo ich mit dem Zelt unterwegs war fast nie geregnet. Wenn man die Wetterlage in Norwegen im September kennt, weiss, wie gross mein Glück war.

Der Ort, den mich am meisten beeindruckte, war die Inselgruppe der Lofoten. Etwa 80 % der Aufnahmen in dem Video stammen von dort. Gewisse Berge und Landschaftsaufnahmen von dort hatte ziemlich jeder von uns schon einmal als Bildschirmhintergrund.

Kritik
von Simon Reinker

Equippment

Canon 60D mit Sigma 18-35 1.8F
Carbon Reisestativ
ND-Filter

Workflow/ Post Produktion

  1. Adobe Bridge: Tonnenweise Fotos in Adobe Bridge Sortiern/Ausmisten
  2. Adobe Lightroom: Die selektionierten Fotos in eine Schnellsammlung in Lightroom importieren. Alle Fotos der Jeweiligen Aufnahmen in eine einzelne Schnellsammlung. Danach ein Foto bearbeiten: Grösse 16:9 anpassen, Farben, Kontrast etc. bearbeiten. Alle Fotos anwählen und dann die Bearbeitung auf alle anderen synchronisieren. Zum Schluss wieder zur Schnellsammlung gehen und die Fotos als 3840 x 2160 (4K) Jpeg in einen neuen Ordner exportieren.
  3. Timelapse Assembler: Dieses Programm öffnen und Ordner der Bearbeiteten Fotos improtieren. Die Frames per Second sind standartgemäss auf 25. Kann aber auch je nach Stiel varieren. Der Stopmotion-Effect wäre ca bei 8 -14 Frames.
  4. Premiere Pro: Zum Schluss alle Aufnahmen in eine Full HD Sequenz ziehen. Da die Aufnahmen nun 4K sind, erlaubt dies, eine kleine Bewegung zu integrieren und den Bildausschnitt noch besser auszusuchen. Am Ende noch ein Musikstück wählen und den Schnitt anpassen. Meine Empfehlung ist auf www.premiumbeat.com ein Stück kaufen (ca. 35 CHF).

Selbstreflexion

Da dies bereits mein viertes Timelapse Video ist, fällt meine Selbstreflexion relativ kurz aus. Wie ich offensichtlich an Qualität gewinnen könnte, wäre mit einer lichtstärkeren Kamera. Ich liebäugle mit der Sony A7S Mk 2. Aber der Body alleine kostet bereits 3500 CHF.

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